Hier finden Sie eine Übersicht über die historische Entwicklung unseres Ortes.

Der Ort Möser ist eine Gemeinde im Landkreis Jerichower Land des Landes Sachsen – Anhalt. Er gehörte immer, unabhängig von der Migration ethnischer Völkergruppen, zum deutschen Staat.

Seine geografische Lage in einer leicht welligen Landschaft im Einzugsbereich des Elbetales und den Westausläufern der Eiszeitablagerungen des Fläming sowie fernab von klimatisch beeinflussenden massiven Erhebungen liegt der Ort in einer relativ ausgewogenen klimatischen und territorialen Region. „Höhen“ um Möser sind die Erhebungen: der Kapaunberg bei Pietzpuhl mit etwa 105 m und der Hölleberg mit etwa 88 m. Daraus resultiert, dass Möser bisher von größeren und extremen Schäden durch Unwetter oder Hochwasser verschont blieb.

Die Lage des Ortes an bzw. in geringer Entfernung zu den Hauptverkehrsadern der Region, zur Kreisstadt, zur Landes- und zur (Reichs-)Bundeshauptstadt erleichterte die historische Entwicklung und wirkt sich auch heute noch positiv auf die weitere Entwicklung der Gemeinde aus.

Bis zur Errichtung der Eisenbahnlinie Magdeburg – Potsdam und der damaligen Provinzialchaussee (oder Reichsstrasse Nr.1) Anfang des 19.Jahrhundert war Möser, bzw. das Vorwerk Möser, nur über die alte Salzstrasse, die westlich der Eisenbahnlinie und teilweise auch auf deren späterer Trasse, verlief, zu erreichen. Günstiger aber über die „Alte Magdeburger Heerstrasse“, die von Magdeburg über Biederitz, Gerwisch, Körbelitz nach Pietzpuhl und dann weiter nach Potsdam führte.

Nördlich von Möser zieht sich einen Südost-Nordwest gerichtete, etwa 500 m breite Niederung in einer Höhenlage von 59 bis 60 m üNN hin, die dem Schmelzwasser der Eiszeit als Abfluss diente und durch diese heute noch die Beeke fließt. Nach dem Rückzug des Eises verblieb hier ein kleines Seebecken, das auch einen Fischbesatz aufgewiesen haben muß, da er als Lebensgrundlagen für eine Besiedlung ausreichend war.

Die geologischen Gegebenheiten in und um Möser wurden im Wesentlichen durch die Eiszeit geprägt. Mit dem Vordringen des Eises in den Eiszeiten und den folgenden Warmzeiten wurde viel aus dem Skandinavischen Raum herangeführt und zugleich Geschiebegeröll und Sand angehäuft bzw. abgelagert.

An diesem Seebecken gründete sich auch die Ansiedlung Moseri. Es kann davon ausgegangen werden, dass die Siedlung bereits um den Beginn der Zeitrechnung, eventuell auch bereits davor, gegründet wurde und bis zur Verlandung des Sees im 12. oder 13. Jahrhundert bestand. Außer der Nennung in den Schenkungen von Kaiser Otto I. an das Moritzkloster in Magdeburg im 10.Jahrhundert konnte keine Nennung eines selbständigen Ortes mehr gefunden werden. Es ist davon auszugehen, dass der Ort danach „Wüst“ wurde, also ausstarb oder die Bewohner sich an anderer Stelle niederließen. Etwa Mitte des Jahrtausends Erfolgte dann der Eignetumsübergang des Grund und Bodens vom Kirchenbesitz in den Besitz des Rittergutes Schermen.

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