
| 15. Februar 2012 11:00 | bis | 29. Februar 2012 11:00 |
Bis zum 25. Februar kann noch abgestimmt werden. In der Volksstimme vom 15. Februar kann der untenstehende Artiekl nachgelesen werden und dann ab zur Post – jede Stimme zählt !
Vorsitzende des Möseraner Heimatvereins engagierte sich für 1050-Jahrfeier von Möser – Christiane Fuchs: Lust, wieder ein großes Fest vorzubereiten, hätte ich schon, na klar!
Von Thomas Rauwald
Acht Kandidaten, die 2011 durch ihr besonderes Engagement aufgefallen sind, hat die Burger Volksstimme für die Leserwahl “Du bist spitze!” nominiert. Heute stellen wir Christiane Fuchs aus Möser vor.
Möser l Mit dem Jahr 2011 hat Christiane Fuchs noch nicht abgeschlossen. Auf ihrem Schreibtisch in der heimeligen Wohnung im Dachgeschoss liegen die Formulare zur Nachweis der Finanzen zum großen Fest aus Anlass des 1050. Geburtstages von Möser. “Ja”, sagt sie, “das sind die Nachwehen dieses Ereignisses im Vorjahr.” Ihre Augen beginnen zu glänzen. Sie richtet ihre Gedanken immer noch gern und auch mit berechtigtem Stolz an das tolle, lange Festwochenende im Juli 2011.
Schon 2010 hatte sich ein Festkomitee zur Vorbereitung des Ortsgeburtstages aus Mitgliedern des Möseraner Heimatvereins, dem Ortsbürgermeister und Ratsmitgliedern, Gastronomen, Handels- und Gewerbetreibenden und weiteren Helfern gegründet. Christiane Fuchs, die seit zwei Jahren auch Heimatvereinsvorsitzende ist, stellte sich an die Spitze. “Wir haben damals viele gute Ideen gehabt, haben viel zusammengetragen, um das Fest wirklich zu einem bleibenden Erlebnis für die Möseraner und ihre Gäste zu machen”, so Christiane Fuchs. Manche, von denen sie es eigentlich nicht vermutet hatte, sind leider nicht bei der Stange geblieben. Dafür sind andere, wirklich zuverlässige und sehr hilfreiche Unterstützer hinzugekommen. Sie hebt da ganz besonders Hermann Lünsmann hervor, der mit den Ämtern und Behörden verhandelte, um die vielen Genehmigungen einzuholen.
Christiane Fuchs aus Möser hat sich im Jahre 2011 an vorderster Stelle für das große Fest zum 1050. Ortsjubiläum der Gartenstadt engagiert. Mit Kätzchen Kado wird zum Feierabend ein bisschen geschmust.
Für Christiane Fuchs blieb trotzdem noch reichlich zu tun. In der heißen Phase hat sie ihren vierwöchigen Jahresurlaub genommen. “Wenn ich etwas anfange, dann mache ich das auch richtig, und ich bringe es bis zu Ende”, erklärt sie ihre Maxime. “Da fühle ich mich verantwortlich und das ziehe ich dann auch durch.”
Eine besondere Herausforderung dieser Festtage war natürlich der große Festumzug. Es sollte ein prächtiger Zug werden, der sich durch die Straßen der Gartenstadt Möser windet und von Geschichte und Gegenwart des Ortes und seiner Nachbardörfer kündet. Heute weiß sie nicht mehr, wie viele Telefonate, E-Mails, Treffen und Abstimmungen notwendig waren, bis der über dreieinhalb Kilometer lange Zug mit gut 500 Teilnehmern auf die Straße gebracht war. Gut, dass dieser Zug noch bei trockenem Wetter zu Ende ging. Das große Volksfest im Freien ist dann jedoch förmlich ins Wasser gefallen. Aber im Zelt herrschte beim Kinderprogramm, bei der Auswertung eines Fotowettbewerbes zum Dorfjubiläum und abends beim Tanz eine ganz tolle Stimmung.
Ob man so etwas noch einmal nebenbei stemmen kann, da hätte sie ihre Zweifel, aber Lust hätte sie schon dazu, blickt sie heute zurück.
Und geeignet ist sie allemal. Denn bevor Christiane Fuchs eine Anstellung im öffentlichen Dienst bekommen hatte, waren Kunst- und Kulturprojekte, Standortmarketing und Ausstellungseröffnungen ihr Ding. Damals war sie Freiberuflerin. Sie schwärmt von ihrer Tätigkeit zu Zeiten der Expo Hannover, als die sachsen-anhaltische Chemieregion zur Korrrespondenzregion wurde. Sie erinnert sich an Machbarkeitsstudien zur Eisenstadt Ferropolis, an den Bau des Informationszentrums im Biosphärenreservat Mittlere Elbe oder an das Kraftwerk Elbe.
Solche Art der Tätigkeit kann sich Christiane Fuchs für sich wieder vorstellen. Doch dafür den jetzigen Job aufzugeben, das wäre dann doch ein zu großes Risiko. Und nebenbei ist so etwas nicht zu schaffen. Aber Ideen hätte sie schon. Auch für Möser. Gut vorstellen könnte sie sich, das neue Gemeindezentrum von Möser zu pachten, um dort attraktive Kunst und Kultur stattfinden zu lassen. Das Gebäude stehe zu viele Stunden leer. “Aber”, sagt sie, “auch mit unserem Heimatverein können wir noch viel bewegen in unserem Ort.”